Reha-Sport nach Operation
Bandscheiben-OP, Knie- oder Hüft-Endoprothese, Wirbelsäulen-Eingriff — Bewegung ist ein zentraler Bestandteil Ihrer Genesung. Wir begleiten Sie sicher zurück ins Training.
Wann darf ich wieder mit Sport beginnen?
Das hängt von mehreren Faktoren ab: Schwere des Eingriffs, individueller Heilungsverlauf, Art der OP. Eine pauschale Antwort gibt es nicht — jeder Fall ist anders. In der Praxis gilt häufig:
- Leichte Bewegung (z. B. Spazierengehen) ist oft schon in den ersten Wochen empfohlen.
- Reha-Sport wird typischerweise nach ärztlicher Freigabe verordnet — meist 6–12 Wochen nach OP, je nach Heilungsverlauf.
- Vollbelastung im Sport: erst wenn Schmerzfreiheit und ausreichende Stabilität erreicht sind.
Häufige Indikationen
Nach Bandscheiben-OP
Der Bandscheibenvorfall ist eine der häufigsten Ursachen für Reha-Sport. Ziel: Wiederaufbau der tiefen Rumpfmuskulatur (transversus, multifidus), die die Wirbelsäule stabilisiert. Kontrolliertes Krafttraining ist nachweislich die beste Reha-Maßnahme — auch zur Prävention von Rezidiven.
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Nach Knie-Endoprothese (TEP)
Nach einer Knie-TEP brauchen Quadrizeps und Beinmuskulatur gezielte Kräftigung. Reha-Sport hilft, die volle Beweglichkeit wiederzuerlangen und die Belastbarkeit für den Alltag aufzubauen. Wir arbeiten mit angepassten Übungen, die das künstliche Gelenk schonen.
Nach Hüft-Endoprothese
Hüft-OPs erfordern besonders sorgfältiges Training in den ersten Monaten (keine Hüftbeugung > 90°, keine Adduktion). Wir kennen die Kontraindikationen und gestalten die Übungen so, dass das Gelenk geschützt und gleichzeitig die umgebende Muskulatur aufgebaut wird.
Nach Wirbelsäulen-OP (Versteifung, Spondylodese)
Bei Versteifungs-OPs ist die Rumpfstabilisation umso wichtiger, weil bewegliche Segmente die Last der versteiften Bereiche übernehmen müssen. Sanfter, fortlaufender Muskelaufbau ist hier entscheidend.
Nach Schulter- oder Sportverletzung
Rotatorenmanschetten-Rekonstruktion, Schulter-Endoprothese, Kreuzband-OP — Reha-Sport hilft beim Wiedereinstieg in Bewegung und schließt die Lücke zwischen Physiotherapie und Alltagsbelastbarkeit.
Was Reha-Sport NICHT ist
Reha-Sport ersetzt keine Physiotherapie (1:1-Behandlung mit Manual-Therapie, Krankengymnastik) und keine Anschlussheilbehandlung (stationäre Reha). Reha-Sport ist eine ergänzende Leistung — danach, parallel oder begleitend.
Beispielübungen für den schrittweisen Wiedereinstieg
So läuft Ihr Wiedereinstieg bei uns
Sie bringen Ihre Verordnung und ggf. den Arztbrief mit. Wir besprechen Ihre OP, Heilungsverlauf, aktuelle Belastbarkeit und Ziele.
Langsamer Einstieg mit Mobilisation, Aktivierung der tiefen Muskulatur, Gleichgewichtstraining. Belastung steigt nur in Schritten, die Sie verkraften.
Schrittweise Erhöhung der Trainingsintensität, Kräftigung der relevanten Muskelgruppen. Wir achten kontinuierlich auf Ihre Reaktion.
Nach den ersten 50 Einheiten beurteilen wir gemeinsam, ob eine Folgeverordnung sinnvoll ist — meist über 18 Monate haben Sie damit eine sehr gute Grundlage gelegt.